Mazda Forschungsprojekt zu Biokraftstoff aus Mikroalgen wird Teil des japanischen NEDO-Programms

  • Forschungsprojekt umfasst die gesamte Prozesskette von der Kultivierung der Mikroalgen bis zur Gewinnung der Lipide
  • Mazda und Idemitsu Kosan untersuchen die Herstellung des Biokraftstoffs auf Basis der gewonnenen Lipide
  • Mazda strebt den Einsatz als Erstbefüllung ab Anfang der 2030er Jahre an

Das seit Längerem laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Mazda Motor Corporation zur Gewinnung eines Biokraftstoffs aus Mikroalgen wurde in ein Förderprogramm der japanischen Organisation für die Entwicklung neuer Energie- und Industrietechnologien, kurz NEDO, aufgenommen. Das Programm unterstützt die Entwicklung und Kommerzialisierung energiesparender Technologien, die zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beitragen können. Ziel des Mazda Forschungsprojekts ist es, die Voraussetzungen für den praktischen Einsatz eines aus den Lipiden von Mikroalgen gewonnenen Kraftstoffs zu schaffen.

Mazda baut dabei auf seinen bisherigen Forschungsergebnissen zu Biokraftstoffen aus Mikroalgen auf. Im Mittelpunkt stehen Mikroalgen, deren Kultivierung nach den bisherigen Forschungsergebnissen mit einem geringeren Risiko einer Flächenkonkurrenz zum Nahrungsmittelanbau verbunden ist. Zudem können sie auf vergleichsweise kleiner Fläche Lipide produzieren. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten decken die gesamte Prozesskette von der Kultivierung der Mikroalgen bis zur Gewinnung der Lipide ab.

Gemeinsam mit Idemitsu Kosan Co., Ltd. untersucht Mazda die Herstellung eines Biokraftstoffs auf Basis der gewonnenen Lipide. Das Unternehmen strebt an, diesen ab Anfang der 2030er Jahre für die werkseitige Erstbefüllung aller in Japan produzierten Mazda Dieselfahrzeuge einzusetzen.

„Zur Verringerung von COâ‚‚-Emissionen arbeitet Mazda im Rahmen seiner Multi-Solution-Strategie mit Unternehmen und staatlichen Organisationen zusammen, die unsere Vision teilen“, erklärt Takeji Kojima, Corporate Leadership Executive Officer, Chief Strategy Officer und Director der Mazda Motor Corporation. „Gemeinsam wollen wir zum Aufbau einer regional verankerten Kreislaufwirtschaft im Energiebereich beitragen. Der breite Einsatz von aus Mikroalgen gewonnenem Biokraftstoff kann die Energieunabhängigkeit Japans stärken, die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie erhöhen.“

Mazda Forschung zu Biokraftstoffen aus Mikroalgen

Seit den 2010er Jahren forscht Mazda gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen an Biokraftstoffen aus Mikroalgen. Ergänzend führt das Unternehmen Anbautests in seinen Werken durch. Biokraftstoffe aus Mikroalgen werden hierbei als Ansatz untersucht, um die Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen über den Lebenszyklus zu reduzieren. Die tatsächliche Emissionsbilanz hängt unter anderem vom Kultivierungsverfahren, vom Energieeinsatz und von der weiteren Verarbeitung ab.

Im Rahmen seiner bisherigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat Mazda ein Verfahren zur effizienten Gewinnung von Lipiden aus Mikroalgen entwickelt. Zudem konnte das Unternehmen mit einem 1.000-Liter-Kulturtank innerhalb von rund zwei Wochen mehr als einen Liter Biokraftstoff produzieren.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse will Mazda die Arbeiten an der praktischen Anwendung von Biokraftstoffen aus Mikroalgen fortsetzen.

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