Leverkusen, 24.04.2026
60 Jahre Mazda Luce: Legendäre Design-Ikone und Trendsetter in der Mittelklasse
- Mut zur visionären Mittelklasse: Vom frühen Mazda Luce zum modernen Mazda6e
- Erfolgsgeschichte: Mit den Modellen Luce und 626 definierte Mazda die Mittelklasse neu
- Mazda Luce und 626 erleben: Sonderschau bei Mazda Classic – Automobil Museum Frey
Dem Mainstream in der Mittelklasse mit visionären Stil-Ikonen vorausfahren, das gelingt Mazda seit genau 60 Jahren. Heute überträgt der Mazda6e als erstes elektrisches Mittelklassemodell der Marke die Schönheit der vielfach preisgekrönten Designsprache Kodo – Soul of Motion ins Zeitalter der Elektromobilität. Eine Exzellenz in avantgardistischer Ästhetik und Technik, die bis ins Jahr 1966 zurückreicht: Damals definierte der Mazda Luce als erste japanische Mittelklasse Designtrends, die Geschichte schrieben. Mit mutigen und leichten Linien überzeugte der Mazda Luce als extravaganter Herausforderer etablierter Limousinen und Kombis.
Vor allem machte der Mazda Luce die unkonventionelle Marke aus Hiroshima weltweit bekannt, denn die stilprägend eleganten und für begeisternden Fahrspaß konstruierten viertürigen Limousinen und variablen Kombis wurden auch in Europa und in Nordamerika verkauft. Zugleich legte der Mazda Luce den Grundstein für eine japanische Erfolgsgeschichte in der Mittelklasse, die über die Modelle Mazda 616 (ab 1973 in Deutschland), Mazda 626 (ab 1979 eines der erfolgreichsten Importmodelle in Deutschland) bis zum Bestseller Mazda6 (ab 2002) und dem heute aktuellen, zukunftsweisenden vollelektrischen Mazda6e führt.
Mittelklasse neu gedacht: Der Mazda Luce fusionierte italienische Formen mit japanischen Farben
Dass Mazda bis heute als besonders designorientierte Marke wahrgenommen wird, liegt auch an frühen ikonischen Modellen wie dem Mazda Luce, dessen Konturen in Kooperation mit dem legendären italienischen Designhaus Bertone entwickelt wurden. Stardesigner Giorgetto Giugario zeichnete bei Bertone den ersten Entwurf des Luce – italienisch für „Licht“– mit großzügig dimensionierten Fensterflächen im Stil einer neuartigen „A-Linie“: Die filigranen A-, B- und C-Karosserie-Säulen stehen zueinander wie die aufsteigenden Linien eines A, die sich in einer gedachten Verlängerung in der Spitze des A treffen, die Dachlinie bildete dazu den Querstrich. In Hiroshima finalisierte das Mazda Designteam diesen avantgardistischen italienischen Entwurf inklusive der markanten Doppelscheinwerfer, mit denen der Luce damals in der Mittelklasse eine neuartige Lichtsignatur zeigte.
Hinzu kamen außergewöhnliche Metallic-Lackierungen für den Luce. Die tief glänzenden, golden oder silbern schimmernden Zweischicht-Metallisée-Farben schienen im Auge der Betrachter ständig in Bewegung und weckten schon beim Anblick des stillstehenden Automobils Vorfreude aufs Fahrvergnügen. Mode machte aber auch der Mazda Luce Station Wagon als erster japanischer Lifestyle-Kombi seiner Klasse, der hohen praktischen Nutzwert mit schicken, individuellen Formen vereinte.
Angetrieben wurde der 4,37 Meter lange Mazda Luce von effizienten 1,5- und 1,8-Liter-Vierzylinder-Benzinern, die mit einer damals noch innovativen oben liegenden Nockenwelle für Aufsehen sorgten und überdies mit bis zu 77 kW/105 PS Leistung (Luce 1800) sportiv angehauchte Fahrleistungen ermöglichten. Eine Alleinstellung im Segment japanischer Familienautos mit maximal 1.500 cm³ besaß der als „The Leading Lady“ beworbene Mazda auch im Kapitel Raumausnutzung: Nur der Luce bot genügend Platz und Komfort für bis zu sechs Passagiere. In Europa wurde der Luce unter der Modellbezeichnung Mazda 1800 vermarktet, in Deutschland startete Mazda aber bereits mit der nächsten Mittelklasse-Generation, dem Modell 616.
Vom Mazda 616 zum 626: Vom mutigen Beginner zum Bestseller in immer neuer Bestform
Der Vertriebsstart von Mazda Deutschland erfolgte im März 1973, mit dabei war der Mazda 616 als viertürige Limousine und als sportives Coupé. Beide Varianten vermochten mit stilsicherem Design, gutmütigem Fahrverhalten und umfassender Serienausstattung zu gefallen, es blieb jedoch beim Achtungserfolg in der damals bereits dicht besetzten Mittelklasse.
Den Grundstein für eine beispiellose japanische Erfolgsgeschichte in der Mittelklasse legte erst der 1979 in Deutschland eingeführte und bis 2002 in fünf Generationen und in global über 4,3 Millionen Einheiten gebaute Mazda 626. Gezeichnet in unverwechselbarer Eleganz und konstruiert für begeisternden Fahrspaß mit effizienten Antrieben stieg der familienfreundliche Mazda 626 auf zum zeitweise meistverkauften Importmodell in Deutschland. Schon der erste Mazda 626 (CB) erntete Applaus für sein europäisch anmutendes Design, folgten damals doch noch viele asiatische Autobauer amerikanischen Design-Vorlieben. Zum meistverkauften Importmodell seiner Klasse mutierte der zweite, ab 1983 angebotene Mazda 626 (GC) mit damals fortschrittlichem Vorderradantrieb, neuem Dieselmotor sowie bahnbrechend innovativem Benziner mit Vierventiltechnik. In Vergleichstests der Fachpresse konnte der Mazda 626 nun erstmals die etablierte deutsche Konkurrenz schlagen.
Das Bessere ist des Guten Gegner, und so feierte der Mazda 626 (GD/GV) in dritter Auflage (1987-1992) Absatzrekorde als meistverkauftes Importauto in Deutschland überhaupt. Dazu gab es den 626 erstmals in vier Karosserievarianten: als vier- und fünftürige Limousine, als Coupé und als Kombi mit üppig dimensioniertem Gepäckabteil. Hinzu kamen technische Highlights wie die elektronisch geregelte Allradlenkung oder permanenter Allradantrieb mit serienmäßigem Vier-Kanal-ABS. Der auf knapp 4,70 Meter gewachsene, vierte Mazda 626 (GE) setzte diese Erfolgsstory 1992 fort. Dies mit weiteren technischen Pionierleistungen wie einem hocheffizienten Diesel mit Comprex-Druckwellenlader oder einem neuen 2,5-Liter-V6, wie er sonst nur im Premiumsegment zu finden war. In der fünften und finalen Generation beeindruckte der Mazda 626 (GF/GW) ab 1997 u.a. mit Leichtbaumaßnahmen zugunsten beispielhaft niedriger Verbrauchswerte der Vierzylindermotoren.
Leidenschaftlich anders ins Zeitalter des Kodo Designs: Vom Mazda6 zum elektrischen Mazda6e
Im Jahr 2002 machte der Mazda 626 die Bühne frei für den ersten Mazda6 als Vorreiter einer neuen Ära. Das Design wurde deutlich progressiver, die Technik weiter verbessert und zugleich auf ein agileres und dennoch außergewöhnliches sicheres Fahrerlebnis ausgelegt. So sah es auch die Fachwelt, denn schon der erste Mazda6 gewann über 120 Vergleichstest und Auszeichnungen. In dritter Generation wählte der Mazda6 ab 2013 abermals eigene Wege, der Zeit vorauszufahren: Zum Ausdruck kam dies nun erstmals in der Mittelklasse durch das Kodo Design mit charakterstarken und dynamischen Linien sowie durch neue Skyactiv Technologien für noch mehr Fahrspaß.
Heute markieren die Elektro-Limousine Mazda6e, aber auch der neue vollelektrische Crossover Mazda CX-6e (Energieverbrauch kombiniert 18,9-19,4 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km, CO2-Klasse: A) mutige Schritte in die elektrische Zukunft und verbinden dabei die Handwerkskunst und die Exzellenz der Kodo Designphilosophie, welche die japanische Marke prägen. Jedes Detail der beiden Mittelklassemodelle – von der skulptural designten Karosserie bis zum auf den Menschen ausgerichteten Innenraumkonzept – zeigt den hohen Anspruch von Mazda an die Materialqualität und den handwerklichen Ansatz, der als „Crafted with Japanese Soul“ bekannt ist.
Mazda Luce und Mazda 626 entdecken: Ausstellung bei Mazda Classic – Automobil Museum Frey
Einen Deep Dive in die 60-jährige Geschichte der ikonischen Mazda Mittelklassemodelle ermöglicht die Ausstellung von Mazda Classic – Automobil Museum Frey in Augsburg. Im Mittelpunkt der neuen Sonderschau „20626“ steht im Jahr 2026 der Mazda 626 mit allen fünf Generationen, zu bestaunen gibt es aber auch den frühen Mazda Luce, ein Designjuwel, das dem asiatischen Wettbewerb um Jahre voraus war. Über Öffnungszeiten und alle Exponate informiert das Museum unter Mazda Classic - Automobil Museum Frey oder auf dem Instagram- und Facebook-Kanal des Museums:
Mazda Classic - Automobil Museum Frey | Facebook
Mazda Classic - Automobil Museum Frey | Instagram
Mehr über den Mazda Luce finden Sie in unserer Modellhistorie.