Mazda CX-5 2022: Das Modell und seine Macher

Mit der Einführung des Mazda CX-5 2022 feiert Mazda das 10-jährige Jubiläum seines meistverkauften Modells. Ursprünglich im Jahr 2012 eingeführt, markierte der CX-5 den Beginn einer neuen Ära als erster Mazda mit Kodo Design. Seitdem hat sich der kompakte Crossover mehr als 3 Millionen Mal verkauft und dabei zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Lernen Sie die Designer kennen, die mit der anspruchsvollen Aufgabe betraut waren, das Aussehen und die Haptik eines weltweit geschätzten Fahrzeugs zu aktualisieren:

Den ohnehin atemberaubenden Mazda CX-5 noch attraktiver machen – wie soll das gehen? Mazda Stories hat mit den Designern gesprochen, die die nicht gerade einfache Aufgabe hatten, den Crossover-Bestseller zu aktualisieren.


Takanori Tsubaki: Chefdesigner

Takanori Tsubaki war der leitende Designer der 2017 vorgestellten zweiten CX-5 Generation und ist inzwischen Chefdesigner – mit wem könnte man also besser über die jüngsten optischen Änderungen sprechen? Besonders stolz ist er auf die kraftvollere Ausstrahlung des CX-5 2022 und auf die drei eigenständigen neuen Ausstattungslinien – und darauf, dass trotz dieser Neuerungen die Kodo Designprinzipien erhalten geblieben sind.

Tsubaki zeichnet gerne und hatte schon immer eine Leidenschaft für Sportwagen; eine Laufbahn als Automobildesigner lag für ihn auf der Hand. Zu Mazda kam er, nachdem er den MX-5 und den RX-7 gesehen hatte: Diese Unternehmen schien genau die Art von Autos zu designen, die er immer bewundert hatte.

Im Gespräch über seine Einflüsse und die Inspirationen für den kraftvolleren und zugleich einfacheren Look des neuesten CX-5 kommt er auf das Arbeiten in Europa zu sprechen. Ihm gefallen skandinavische Designs wie dänische Möbel oder schwedisches und finnisches Glas. Darin steckt die gleiche Funktionalität, Einfachheit und Schönheit, die auch in japanischen Handwerksprodukten zu finden sind – eine globale Vorstellung von Schönheit.

„Weil wir als Designer in unserem Inneren nach authentischer Inspiration suchen, anstatt uns von anderen leiten zu lassen, können wir das Mazda Design kontinuierlich weiterentwickeln."

„Jeder Designer sucht in seinem Inneren nach authentischer Inspiration, anstatt sich von anderen leiten zu lassen“, sagt er. Es gibt aber auch Designziele, die man gemeinsam verfolgt. Zum Beispiel das minimalistische Konzept der Designsprache Kodo – Soul of Motion: „Die Arbeit mit Licht und Schatten ist in der japanischen Kunst ein übliches Mittel. Sie kommt zum Beispiel in unseren Tuschemalereien zum Einsatz, um die kontrastreiche Dichte der Schatten zum Ausdruck zu bringen, ohne dafür Linien zu nutzen. Ich denke, dass man das auch beim Mazda CX-5 spürt.”

„Die minimalistische Ästhetik haben wir in der gesamten Karosserie umgesetzt und dabei eine neue Ausdrucksform des Kodo Designs erreicht.“

 

Aira Matsumoto: Designerin Farben/Materialien

Aira Matsumoto ist Designerin geworden, weil sie Probleme lösen will. Sie kam zu Mazda, nachdem sie auf der Tokyo Motor Show 2015 den Mazda RX-Vision gesehen hatte; in dem Auto erkannte sie das Streben des Unternehmens, Farben, Formen und Oberflächen auf einem Niveau zu gestalten, das man bei Industrieprodukten nur selten antrifft. „Als Designerin werden meine Anstrengungen von den Kunden geschätzt – das erfüllt mich.“

Sein Design ist ein wesentlicher Faktor, warum der Mazda CX-5 so beliebt ist. Als zuständige Farb-Designerin wollte Matsumoto „die Anziehungskraft des Modells noch deutlicher herausarbeiten und die Harmonie zwischen Interieur und Exterieur verbessern“. Für das Sondermodell Newground hat sie die neue hellgrüne Akzentfarbe mit dem bestehenden, einfachen und kraftvollen Interieur-Design in Einklang gebracht. Dabei ist eine Optik entstanden, die neu wirkt und gleichzeitig typische Mazda Qualitäten bewahrt.

„Zum Wesen der Handwerkskunst gehört es, die Materialien in einem Raum in ein präzises Gleichgewicht zu bringen.“

Neue Designideen findet Matsumoto häufig in Alltagsgegenständen, die auf den ersten Blick nichts mit ihrem eigentlichen Objekt zu tun haben; Inspirationen für den CX-5 lieferten beispielsweise Sportbekleidung und Sneaker, die neue Außenfarbe Zircon Sand Metallic ist vom Sand einer Gussform inspiriert.

„Der japanische Geist der Handwerkskunst inspiriert uns dazu, die Materialien in einem bestimmten Raum in ein Gleichgewicht zu bringen und Dinge wie den Stand der Sommersonne oder das Gefühl eines bewölkten Tages zu berücksichtigen, wenn wir Materialien für Fahrzeuge herstellen.“

„Durch die Kombination neuer Außenfarben haben wir etwas Neues geschaffen und bewahren gleichzeitig die bekannten Mazda Qualitäten.“

 

Takafumi Shimada: Tonmodellierer

Seit der Einführung des ersten Mazda CX-5 leitet Takafumi Shimada den Bau von Ton-Designmodellen. Für die 2017 eingeführte zweite CX-5 Generation arbeitete er an der Beseitigung überflüssiger Linien und daran, die Bewegung von Oberflächenstrukturen und wechselnde Intensitäten von Licht und Schatten einzufangen. „Wir wollten eine moderne und tiefere dreidimensionale Ausdrucksform entwickeln, ohne Details zu beeinträchtigen“, sagt er. Entstanden ist ein glanzvolles, aber auch kraftvoll wirkendes Design. Durch die minimalistische Philosophie von Mazda erreicht das Modellieren ein bislang ungekanntes Level, bei dem Karosserieoberflächen in extrem kleinen Abstufungen verfeinert werden.

Shimada interessiert sich schon sein ganzes Leben für Autos und Styling. Inspirieren lässt er sich auf Fahrradtouren – auf denen er nach „Schönheit und der versteckten Energie von Licht und Schatten“ sucht – und von historischen Statuen, deren Erscheinungsbild sich je nach einfallendem Licht verändert. Solche Einblicke und Entdeckungen lässt Shimada dann in neue Autodesigns einfließen.

„Um ein konsistentes Design zu erreichen, berücksichtigen wir auch die Feinheiten, die durch Veränderungen des Lichts hervorgerufen werden.“

Shimada ist davon überzeugt, dass wahre Meisterschaft im japanischen Präzisionsmodellbau nur durch echte Handarbeit erreicht werden kann. Mazda fördert permanentes Lernen – und ermutigt die Modellierer dadurch dazu, sich immer wieder neu herauszufordern und weiterzuentwickeln. „Beim CX-5 habe ich mir immer schwierigere Aufgaben gestellt. Dies möchte ich auch weiterhin tun, denn ich weiß, dass dies nicht nur zu persönlichem Wachstum führen wird, sondern auch das Wesen des Kodo Designs weiter wachsen lässt.“

„Ich glaube, dass moderne Modellierung selbst in weichen Oberflächen ein Gefühl von Spannung hervorruft.“

 

Akitomo Hara: Interieur-Designer

Akitomo Hara weiß noch, wie besonders es sich als Kind angefühlt hat, an unterschiedliche Orte zu reisen. Ganz besonders gefiel ihm aber die Freiheit, mit dem Auto zu reisen. „Ich bin zu Mazda gekommen, weil es der beste Ort ist, die Autos zu bauen, mit denen ich fahren wollte“, sagt er.

Beim CX-5 2022 hat Hara die Umgestaltung und Materialherstellung für den Kofferraum und Staufächer im Interieur überwacht. Die erste Modellgeneration besaß bereits ein großes Kofferraumvolumen, und für die folgende Generation wurde die Materialqualität verbessert. Doch beim Modelljahr 2022 wollte Hara „das Mazda Laderaumkonzept weiterentwickeln und noch nutzerfreundlicher und attraktiver gestalten. Es ist wirklich toll geworden.” Es gibt jetzt deutlich mehr Platz im Unterbodenfach, und bei umklappen der dreiteiligen Rücksitzlehnen entsteht ein ebener Ladeboden, was für den Transport sperriger Gegenstände ideal ist.

Hara ist in einem über hundert Jahre alten japanischen Haus aufgewachsen und hat dort zeitlose und handgemachte Schönheit zu schätzen gelernt. Er will Autos bauen, die aufrichtig und beständig sind. Als Interieur-Designer inspirieren ihn Innenräume in Architektur oder Zügen; beim Zeichnen dieser Räume erkennt er wichtige Designelemente. Die Popularität des CX-5 führt er auf seine „Ehrlichkeit, Einfachheit und Geradlinigkeit“ zurück; das Ziel sei es stets, Schönheit und Funktionalität zu vereinen. „Mit diesem Ideal bin ich aufgewachsen.“

„Ich möchte Dinge herstellen, die einfach zu nutzen und schön sind. Ich empfinde es als meine Aufgabe, Menschen glücklich zu machen.“

„Wir haben die Nutzbarkeit des Gepäckabteils deutlich verbessert. Bei einer reinen Modellüberarbeitung sind solche umfangreichen Verbesserungen sehr selten. Tatsächlich ist es schwieriger, ein Design zu überarbeiten als bei null anzufangen.“

 

Yasuyuki Murata: Digital-Modellierer

Yasuyuki Murata hat sich bei Mazda beworben, nachdem ihn an einer Straßenecke ein MX-5 begeistert hatte. Heute leitet er die digitale Modellierung für das Außendesign des CX-5, vom Formen der Karosserie über das Auswerten von Zeichnungen bis hin zur Erstellung der Dateien. In seiner Arbeit geht es darum, Ideale und Anforderungen in Einklang zu bringen – und ein Design zu erschaffen, das „den Eindruck von Masse betont und die Kraft und Robustheit eines Crossovers zum Ausdruck bringt“.

„Ich habe das Glück, mit Designern und Modellierern zusammenzuarbeiten, die auf meine Ideen mit hilfreichen Tipps und ermutigendem Feedback reagieren.“

Auf die Frage nach seinen Inspirationen nennt Murata viele Quellen; er spricht jeden Tag mit Tonmodellierern und anderen Designern, geht in Museen, schaut sich Skizzen, Modelle und Daten an und lässt sich selbst von alltäglichem Small Talk inspirieren. „Bei der Arbeit am Fahrzeugdesign spüre ich selbst in den kleinsten Details den Geist japanischer Handwerkskunst. Bei Mazda herrscht ein Geist der Zusammenarbeit, um Dinge zu verfeinern und besser zu machen.“

„Mazda hat ein Umfeld kultiviert, in dem wir kontinuierlich daran arbeiten, Dinge zu verfeinern und noch besser als zuvor zu machen.“